Boxen als Lebensphilosophie
Nur wenige von uns werden wohl von sich sagen könnne, dass sie in Ihrer frühsten Kindheit nicht wenigstens einmal richtig Stress in der Schule mit einem Kammeraden hatten. Damals wurde man schnell handgreiflich, wenn es um Sandburgen und Schippen ging - doch irgendwann hörte das auf. Oder eben auch nicht. Die Jugend von heute ist immer noch so radikal wie früher, aber noch viel brutaler. Man hört immer mehr von der steigenden Jugendkriminalität und dadurch verbunden steigt auch das Misstrauen in die Jugend. Was soll aus Ihnen werden? Können DIE mal unsere Renten zahlen? Manch einer denk vielleicht schon daran sein Geld zu wechseln in Gold oder anderer Wertgegenstände.
Doch steht es wirklich so schlimm um unserer Jugendkultur? Klar ist sie geprägt von der Perspektivlosigkeit auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite hat sie doch auch alle Möglichkeiten, die man sich als junger Mensch "damals" erträumt hat. Es gibt keine Kriege in Europa, die Grenzen sind offen und man kann mit seiner Arbeit genug Geld verdienen, um in Wohlstand zu leben - kann man? Nein, viele eben nicht.
Ich bin gespannt, wie diese Philosophie der Jugend weiter geht. Boxen sie sich bald in Bewerbungsgesprächen? Vielleicht sollte man das Kindergeld streichen und jedem Neugeborenen einen Standboxsack spendeiren, damit er sich schon mal auf die Arbeitswelt vorbereiten kann? Ja - bald wird sich wohl um den Arbeitsplatz geschlagen. Mit Boxhandschuhe und Boxsack gehts steil auf der Karriereleiter...